Während der zwanziger Jahre begeht die Bande um Hermann Lamm nach diesem Ablaufschema landesweit Dutzende von Banküberfällen. 1922 gelingt im vorweihnachtlichen Denver sogar ein spektakulärer Überfall auf einen Geldtransport. Mehrere zehntausend Dollar werden dabei erbeutet. Lamms Überzeugung, durch minutiöse Überfallpläne auf alle Eventualitäten eines Raubüberfalls stets vorbereitet sein zu können, erweist sich am 16. Dezember 1930 jedoch erwartungsgemäß als fataler Irrtum: Während eines Banküberfalls im Bundesstaat Indiana kommt ihm und seiner Gang unvermutet das mit einer Schrotflinte bewaffnete Mitglied einer örtlichen Bürgerwehr in die Quere. Die anschließende Flucht endet für Lamm und zwei seiner Komplizen tödlich. Lamm wird nach einer wilden Schießerei von den rasch herbeigeeilten Polizeibeamten und Milizionären erschossen. Am 22. Juli 1934 ereilt das gleiche Schicksal seinen „Schüler“ John Dillinger, als ihn Agenten des FBI vor einem Kino in Chicago nieder strecken.
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